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Nebbiolo

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NEBBIOLO (Quelle: WIKIPEDIA)
Die Rebe Nebbiolo stammt aus dem Piemont und liefert tanninreiche, ausdrucksstarke Weine, die lange reifen müssen. Der Nebbiolo gehört zu den am langsamsten reifenden Weinen überhaupt, aber damit auch zu denen, die ihre Qualität am längsten behalten. Der Name wird von nebbia abgeleitet, was Nebel bedeutet und deutet auf den weißen Belag auf den Beeren hin, der sich bei Vollreife bildet. Wenn die dickschalige und kleinbeerige Sorte reif wird, kommt es häufig vor, dass Nebel die Hügel bedeckt. Deshalb gibt es bei Nebbiolo-Weinen an sich sehr große Jahrgangsschwankungen, je nachdem, wie vor allem der Herbst ausfällt. Nebbiolo wurde vermutlich seit der Antike im Hügelland des Monferrato und der Langhe angebaut. Er wird bereits in Schriften des 13. und 14. Jahrhunderts namentlich erwähnt.

Die Rebe hat so hohe Bedeutung erlangt und ist so begehrt, dass sie zur Nobilität der Weinwelt gezählt wird und als Edelrebe bezeichnet wird.

Der Nebbiolo gehört zu den anspruchsvollsten Rebsorten, was Boden und Lage betrifft. Er gedeiht praktisch nur auf kalkhaltigen Mergelböden und verlangt steile Süd- oder Südwestlagen. Dieser extreme Anspruch ist wohl Ursache dafür, dass, anders als bei anderen Sorten, wirklich hochwertige Weine in den Überseegebieten bisher nicht gekeltert wurden. Es fehlt an den nötigen perfekten Lagen. Lediglich der Bodega Juan Carrau in Uruguay gelingt es, einen Nebbiolo-Wein (Den Vilasar) herzustellen.

Die bekanntesten Nebbiolo-Weine sind:
  • Barolo DOCG
  • Barbaresco DOCG
  • Roero DOCG
  • Nebbiolo d’Alba DOC
  • Langhe Nebbiolo DOC
  • Sforzato di Valtellina DOCG

In der Lombardei, wo die Traube auch den Namen Chiavennasca trägt, wird ein erstklassiger, vielgerühmter Wein mit DOCG-Status im Bereich Valtellina angebaut. Die
Superiore Kernzone besteht aus den Unterzonen Sassella, Grumello, Inferno, Valgella und Maroggia. Der bekannteste Wein des Valtellina ist der Sforzato oder Sfursat di Valtelina.

Weitere Weine wie Gattinara DOCG und Ghemme DOCG aus dem nördlichen Piemont an den Ufern des Flusses Sesia, wo die Sorte Spanna genannt wird, können mit geringen Mengen anderer Sorten verschnitten werden.

Kleinstmengen liefert die Carema DOC, sowie das Aostatal mit Donnaz und Arnad-Montjovet.

Versuche, den Nebbiolo außerhalb Italiens anzusiedeln, haben bisher keine überzeugenden Ergebnisse gebracht. Weltweit sind circa 6000 Hektar Rebfläche mit dem Nebbiolo bestockt. Der große Anteil ist in Italien zu finden (5250 Hektar). Daneben gibt es Anpflanzungen in Argentinien, Mexiko, Kalifornien, der Schweiz, Südafrika und
Brasilien.
 
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